Netzwerk europäischer Städte
Während eines Empfangs im Fürstensaal des Städtischen Museums Schloss Salder konnte Oberbürgermeister Frank Klingebiel unter anderem Gäste aus Athen, Zabrze, Lodz, Utrecht, Tampere, Zürich und deutschen Städten begrüßen.
Klingebiel stellte den Tagungsteilnehmern "meine Heimatstadt Salzgitter" vor und unterstrich erneut das strategische Ziel der kinder- und familienfreundlichen Lernstadt. Dies sei kein Selbstzweck. Es müssten der Bevölkerungsrückgang gestoppt und der Altersdurchschnitt der Einwohner gesenkt werden, um Salzgitter fit für die Zukunft zu machen. Dabei habe mit Blick auf die persönliche Entwicklung eines jungen Menschen und zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes die Bildung einen hohen Stellenwert.
Thema der Tagung ist die Frage, wie die Städte Jugendlichen beim Übergang von der Schule in das Berufsleben und beim Aufbau von Medienkompetenz helfen können. Auf der Agenda stehen deshalb Berufsorientierung, Übergang Schule - Beruf und berufliche Bildung sowie der kompetente Umgang mit Medien.
Gegründet hat sich "Städte für Kinder" (Cities for Children) auf Initiative der Stadt Stuttgart im Juni 2007. Unterstützt von der Robert-Bosch-Stiftung bietet das Netzwerk europäischen Städten die Gelegenheit sich über nationale Grenzen hinweg auszutauschen und gemeinsam neue Konzepte zu entwickeln, um Kinder, Jugendliche und Familien in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld zu fördern. Die Initiative wurde mit Blick auf den demographischen Wandel in Europa entwickelt. Insgesamt gibt es in dem Städtenetzwerk neben Bildung die sechs weiteren Arbeitsgruppen Wohnen und Freiraum, Gesundheit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Miteinander von Jung und Alt, Partizipation sowie Verkehr und Sicherheit.
Für die Arbeitsgruppen konnten Referenten aus der Region gewonnen werden, wie Christian Wichert von der Projekt Region Braunschweig, der über das von Oberbürgermeister Klingebiel mit initiierte Projekt BONA (Berufsorientierung und Nachwuchssicherung für gewerbliche-technische und naturwissenschaftliche Berufe unter veränderten demografischen Bedingungen in Salzgitter und der Region Braunschweig) referieren wird.
Lutz Wedel, Lehrer und Koordinator für Arbeit, Wirtschaft und Technik (AWT), spricht über den Berufswahlpass für den Übergang von der Schule zum Beruf und Herbert Jancke vom Verein N21 Hannover nimmt sich der Themen Medieneinsatz und Medienkompetenz in Schulen an. Seitens der Stadt Salzgitter wird die Kinder- und Familienbeauftragte Sylvia Fiedler über die kinder- und familienfreundliche Lernstadt Salzgitter und Maik Rauschke vom Jugendamt über "Medien in der offenen Jugendarbeit - Chancen und Risiken" informieren.
Aber auch die Umsetzung in der Praxis steht auf dem Programm der Gäste. So werden sie die Berufsbildenden Schulen Fredenberg und das Kranich-Gymnasium in Lebenstedt besuchen.

