Sprungmenü

obere Global-Navigation



Demontage Drucken

Salzgitter: 60 Jahre Ende der Demontage

Mit einer eindrucksvollen Rede hat der Oberbürgermeister der Stadt Salzgitter, Frank Klingebiel, an den Stopp der Demontage der Reichswerke erinnert.
Sprengung eines Kühlturms der Reichswerke, Februar/März 1950. Sprengung eines Kühlturms der Reichswerke, Februar/März 1950. Großbildansicht

Zur Eröffnung des zweitägigen Salzgitter-Forums der IG Metall am 5. und 6. März im Gewerkschaftshaus "60 Jahre Ende der Demontage - Eine Lehre für die Demokratisierung von Wirtschaft und Gesellschaft heute?" machte er deutlich, dass die am Ende erfolgreichen Demonstrationen die zweite und eigentliche Geburtsstunde der Stadt Salzgitter gewesen sei.

Klingebiel vor zahlreichen Zeitzeugen: "Der Kampf um die Erhaltung des Hüttenwerks hatte die aus allen Gegenden Deutschlands in Salzgitter angesiedelten Menschen zusammengeführt."

Die Menschen der Stadt, vor allem die Arbeitnehmer, hätten, so der Oberbürgermeister, die Fortexistenz der Stadt Salzgitter und des Hüttenwerks erkämpft. Ein neuer, unbelasteter Gründungsmythos sei entstanden. Mit dem Nimbus eines erfolgreichen, friedlichen Widerstands konnte "unsere Stadt nun mit einem neuen Namen mit Unterstützung des Bundes an die zweite Stadtgründung gehen. Klingebiel: "Es folgte auf kommunaler Ebene ein gewaltiges Aufbauwerk, das teilweise immer noch fortgeführt wird."

Aus der Barackenstadt Salzgitter, dem "Torso", sei eine liebens- und lebenswerte Großstadt geworden. Den damaligen Bürgern, vor allem den Arbeitnehmern, gebühre große Dank und Anerkennung. "Sie haben mit ihrem mutigen Eintreten mit der Erhaltung des Hüttenwerks die wirtschaftliche Grundlage der Stadt Salzgitter gesichert", unterstreicht der Oberbürgermeister.

Montag, 08.03.2010




Logo: Salzgitter