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Reinhard Gläser nimmt Abschied

Ende einer Dienstzeit. Nach 47 Jahren verlässt der Leiter des Fachdienstes Ordnung, Reinhard Gläser, zum 15. Februar das Rathaus und geht in die Altersteilzeit.

Mit ihm verliert die Stadtverwaltung eines ihrer "letzten Urgesteine". Oberbürgermeister Frank Klingebiel und Stadtrat Ekkehard Grunwald werden Gläser heute, Freitag (12. Februar), im Rahmen einer privaten Feier verabschieden.

Gläser war ein leitender Beamter, der seit Mitte der 1960er Jahre die Entwicklung der jungen Stadt Salzgitter miterlebt hat. Mit seinem Abschied verzieht sich in der Verwaltung endgültig ein Generationswechsel.

Der Stadtamtsrat, 1947 in Salzgitter-Bad geboren, war einer der letzten seiner Jahrgänge, die ihre Ausbildung im Rathaus begonnen hatten und bis in führende Positionen aufstiegen. Inzwischen sind sie weitgehend von jüngeren "Eigengewächsen" der Verwaltung oder von extern eingestellten Fachkräften besetzt.

Der Berufsweg Gläsers verlief verwaltungstypisch. Nach seiner Ausbildung zum Stadtinspektor waren Sachbearbeiterstationen für ihn im Amt für Wirtschaft und Statistik sowie in den Verwaltungsstellen Salder und Hallendorf. 1970 kam er in das Ordnungsamt, heute Fachdienst Ordnung. Zu den Aufgabengebieten zählten Ordnungswidrigkeiten, Meldewesen, Ausländer- und Einbürgerungsbehörde, Gewerbewesen, Waffen- und Jagdbehörde und allgemeines Ordnungsrecht.

In Gläsers Amtszeit wurden die BürgerCenter im Rathaus und in der Außenstelle Salzgitter-Bad eingerichtet, die Schwarzarbeitsbekämpfung intensiviert und die Stadtstreife geschaffen. 1998 wurde er stellvertretender Fachdienstleiter und 2005 Chef dieser Organisationseinheit.

"Es war eine erfüllte Zeit mit Höhen und Tiefen," bilanziert Gläser seinen Berufsweg, "vor allem aber immer ein schönes Gefühl für seine Heimatstadt zu arbeiten." Durch die Aufgabenstruktur habe sein Fachdienst immer das "Ohr am Volk" und könne vielen Menschen in ihren Nöten helfen. Ehrenamtlich engagierte sich Gläser über Jahre in der Kirchenarbeit - vom Vorstand der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Engelnstedt bis in die Landessynode. Nun wird er sich vor allem aufs Private konzentrieren, auf Haus, Garten, Familie und vor allem auf den Enkelsohn.

Freitag, 12.02.2010


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