Einkaufszentrum City-Carrée
Die Kostensumme wurde auf 2,08 Millionen Euro festgestellt. Ziel ist es, das künftige Geschäftszentrum als Teil der städtebaulichen Entwicklung der Innenstadt gestalterisch aufzuwerten. Mit dem City-Carrée soll die Albert-Schweitzer-Straße/Willy-Brandt-Straße zurückgebaut werden, um die Attraktivität und Aufenthaltsqualität des Straßenraumes zu verbessern, das neue Geschäftszentrum mit der Innenstadt verknüpfen und die Barrierewirkung zu minimieren.
Maßnahmen im Bereich der Willy-Brandt-Straße
Im Zuge der Herstellung der Anlieferungszufahrt an der Willy-Brandt-Straße wird die vorhandene Fußgängerbrücke abgerissen und durch eine signalgeregelte Fußgängerquerung ersetzt. Die fußläufige Anbindung an den Stadtpark wird durch einen neuen Gehweg hergestellt. Die Zufahrt zur Tiefgarage des City-Carrées wird signalisiert, so dass eine Zu- und Abfahrt in allen Fahrtrichtungen möglich ist. Die Lieferzufahrt ist auf die Fahrbeziehungen „Rechts rein / Rechts raus" beschränkt. Entlang des City-Carrées wird ein kombinierter Geh- und Radweg angelegt. Im Zuge dieser Baumaßnahme müssen fünf Bäume gefällt werden. Der Investor wird mindestens zehn Bäume als Ersatz pflanzen. Bei den Planungen für die Umgestaltung der Willy-Brandt-Straße sind die Planungen für die Regionalstadtbahn optional berücksichtigt.
Maßnahmen im Bereich der Albert-Schweitzer-Straße
Die Fahrbahnbreite wird auf insgesamt drei Fahrstreifen reduziert. Somit ist je Fahrtrichtung ein Fahrstreifen vorgesehen. Auf der dritten Fahrspur werden die Linksabbiegeverkehre in die Gothastraße sowie die Bocholter Straße und die Konrad-Adenauer-Straße abgewickelt. Die Bevorrechtigung des öffentlichen Personennahverkehrs erfolgt in Abstimmung mit der KVG durch entsprechende Vorrangschaltungen in den Haltestellenbereichen. Bei der Erarbeitung des Planentwurfes wurde Wert auf den Erhalt der bestehenden sieben Großbäume auf dem Mittelstreifen gelegt, da diese eine bedeutende Raumwirkung haben. Damit dies möglich ist, wird der Bord an der nordöstlichen Richtungsfahrbahn erhalten. Bei dieser Lösung kann ebenfalls die Richtungsfahrbahn in Richtung Rathaus erhalten werden.
Durch die Reduktion der Fahrspuren eröffnet sich die Möglichkeit, die Nebenanlagen auf der Seite des City-Carrées zwischen Gothastraße und Willy-Brandt-Straße beginnend beim derzeitigen Mittelstreifen mit dem Baumbestand zu verbreitern und dort einen lang gestreckten Platz zu gestalten. Die geplante Oberflächenbefestigung orientiert sich an den Zielsetzungen und Vorgaben aus dem städtebaulichen Rahmenplan und erfolgt adäquat zum Berliner Platz bzw. der Schröderpassage mit quadratischen hellgrauen Betonsteinen mit Natursteinvorsatz. Für die Befestigung des Radweges, der beidseitig der Albert-Schweitzer-Straße vorgesehen ist, soll ein dunkelgraues Pflaster verwendet werden. Raumbildende Elemente dieses Platzes stellen die Fußgängerbeleuchtung sowie drei Baumreihen aus Feuerahorn und Zierkirschen dar.
Die Straßenraummöblierung soll zurückhaltend erfolgen. Geplant sind die bereits in der Schröderpassage und auf dem Berliner Platz verwendeten Bänke sowie Fahrradständer. Der vorhandene Mittelstreifen soll aus gestalterischen Gründen durchgängig auf 6,0 m verbreitert und mit 30-40 cm hohen Gewächsen bepflanzt werden (Unterpflanzung der Bäume). Dadurch werden die Fußgängerströme bewusst auf die geplanten Querungsmöglichkeiten geleitet. Signalisierte Querungsmöglichkeiten für Fußgänger und Radfahrer sind an den Knotenpunkten Albert-Schweitzer-Straße / Gothastraße sowie Albert-Schweitzer-Straße / Willy-Brandt-Straße geplant. Eine Querungshilfe, bei der Fußgänger die Fahrbahn geschützt durch eine 2,0 m breite die Fahrstreifen trennende Mittelinsel queren können, ist zwischen Bocholter Straße und Stadtpassage vorgesehen. Ein kurzer Linksabbiegestreifen ermöglicht das Abbiegen aus Richtung Rathaus kommend in die Bocholter Straße. Aus der Bocholter Straße kann allerdings nur das Rechtsabbiegen gestattet werden.
Die vor dem Parkhaus Bocholter Straße vorhandenen drei Großbäume werden erhalten und mit einem Hochbeet eingefasst. Die vorhandenen Bäume vor dem City-Tor werden durch Hochstämme (Zierkirschen) ersetzt, um die Durchgängigkeit für Fußgänger zu verbessern. Sie erhalten, ebenso wie die neu zu pflanzenden Bäume auf der Seite des City-Carrées, eine Einfassung aus quadratischen schwarzen Baumscheiben.
Maßnahmen im Bereich der Vorfläche des WEVG-Gebäudes
Die Vorfläche der WEVG, die im Sinne einer ganzheitlichen Gestaltung in die planerischen Überlegungen einbezogen wurde, soll in einen Eingangsbereich mit einer lang gestreckten behindertengerechten Rampe und einen Platzbereich mit Brunnenanlage und Bodendüsen geteilt werden. Der Platzbereich wird durch eine längliche Bank aus Sichtbetonelementen vom öffentlichen Straßenraum abgegrenzt.
Beleuchtung des öffentlichen Raumes
Die Beleuchtungskonzeption sieht eine Ausleuchtung mit den Leuchten vor, die bereits auf dem Berliner Platz und in der „Schröder-Passage" installiert sind. Es ist eine über dem üblichen Standard einer Straßenbeleuchtungsanlage liegende Ausleuchtung des Bereiches zwischen Gothastraße / Konrad-Adenauer-Straße / Willy-Brandt-Straße vorgesehen. Zur gestalterischen Aufwertung des zu verändernden Straßenraumes wurde auf der Grundlage des Leitbildes für die zukünftige städtebauliche Entwicklung des Innenstadtbereiches von Lebenstedt ein Beleuchtungsentwurf gemeinsam mit den planenden Ingenieurbüros erarbeitet. So wurde jeweils auf der östlichen und westlichen Seite des umzubauenden Bereiches eine Reihe Leuchtenstelen vorgesehen.
Für die Ausleuchtung der Fahrbahnflächen sind höhere Beleuchtungsmaste erforderlich. Deren Gestaltung wird sich den vorgesehenen Fußwegstelen anpassen. Das Beleuchtungsniveau wird sich auf Grund neuer Leuchtmittel in dem neu zu gestaltenden Bereich der Albert-Schweitzer-Straße verbessern, ohne die Anschlussleistung (Folgekosten) zu erhöhen. Als zusätzliches Gestaltungselement ist eine Anstrahlung der Bäume im mittleren Bereich mit Bodeneinbaustrahlern geplant.

