Für fünf Minuten das Licht aus
Unter dem Motto „Licht aus! Für unser Klima" soll sich auch Salzgitter beteiligen. Oberbürgermeister Frank Klingebiel appelliert an die Bevölkerung der Stadt von 20 bis 20.05 Uhr ebenfalls ein Zeichen für mehr Klimaschutz zu setzen. Geboren wurde die Idee in Deutschland aus Anlass der derzeit tagenden Weltklimakonferenz in Bali. Inzwischen wurde sie von vielen Ländern übernommen.
„Ich bin mir durchaus darüber im Klaren," so Klingebiel, „dass fünf Minuten Strom abschalten den Klimawandel nicht aufhalten können, Salzgitter sollte sich aber national und international solidarisch zeigen." Die Stadt könne sich mit ihren öffentlichen Gebäuden zwar nicht beteiligen, weil sie an einem Samstagabend ohnehin geschlossen und unbeleuchtet seien. Bereits seit Jahren „herunter gefahren" werde als erfolgreiche Kostenreduzierung die Straßenbeleuchtung. Gleichwohl würde er sich freuen, wenn viele Haushalte mitmachen würden und durch das Stromabschalten ein deutliches Signal gesetzt werden könnte. Klingebiel: „Gerade in der Vorweihnachtszeit lässt sich über die fünf Minuten hinaus ein romantischer Abend bei Kerzenschein verbringen."
An der Aktion „Licht aus! Für unser Klima" beteiligen auch benachbarte Städte wie Braunschweig, Wolfsburg und Helmstedt. Großverbraucher wie Automobil-Konzerne, Telekom, Kirchen und Berlin mit dem Brandenburger Tor sind ebenfalls dabei. Die weltweit spektakulärste Aktion war bislang das Ausschalten des Lichts in San Francisco für eine Stunde, bei der selbst die öffentliche Beleuchtung der Golden Gate Bridge eingestellt wurde.

