Salzgitter in der Neuzeit
In den Räumlichkeiten im 1. Obergeschoß des Schlosses Salder werden wesentliche Aspekte der Geschichte Salzgitters in der Neuzeit präsentiert. Beginnend mit dem ausgehenden 17. Jahrhundert, als Adlige beim Bau bzw. Umbau von Schlossanlagen sich an den prunkvollen Ausschmückungen italienischer und französischer Architekten und Künstler orientierten, kann der Besucher Wissenswertes über das alltägliche Leben auf dem Land, den Dörfern und im Flecken Salzgitter erfahren. Die Geschichte der Wandermusikanten aus Salzgitter steht für eine ganze Reihe von Personen, die im 18. und 19. Jahrhundert aus wirtschaftlichen Gründen gezwungen waren, ihre Heimat zu verlassen, um im Ausland Geld zu verdienen.
Die Grenze zwischen dem Königreich Hannover und dem Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel zerteilte das Salzgittergebiet zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Den kriegerischen Auseinandersetzungen und politischen Ereignissen im 19. Jahrhundert ist ein eigener Raum gewidmet. Im Mittelpunkt steht dabei die Revolution der Jahre 1848/49 und ihre Auswirkung auf das Leben der Bevölkerung. So stammt einer der Abgeordneten der Paulskirche; Dr. Heinrich Ahrens, aus Kniestedt. In der Ausstellung kann der Besucher auch etwas über die Ernährungssituation jener Jahre erfahren. Wie sah ein gedeckter Tisch eines Landarbeiters, wie der eines wohlhabenden Rübenbauern aus? Die politische Entwicklung des Salzgittergebietes in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts stellt eine weitere Facette der Ausstellung dar. Darüber hinaus kann der Besucher unter anderem Informationen über das Freizeitverhalten in jenen Jahren finden. Die Ausstellung im 1. Obergeschoß des Schlosses endet mit dem Zusammenbruch der Weimarer Republik.
Die Entwicklung Salzgitters zur modernen Großstadt wird voraussichtlich ab Herbst 2007 im Obergeschoß des Pferdestalls zu sehen sein. Die Schausammlungen „Einblick in die Erdgeschichte", „50.000 Jahre Leben in Salzgitter" und „Das mittelalterliche Salzgitter" haben bereits schon große Resonanz gefunden.

