Schneemaschine gekauft
Nach seinen Angaben handelt es sich um ein recht kleines, dreiteiliges Gerät: ein Kompressor, ein Hochdruckgerät und eine Lanze. An ihrer Spitze befinden sich zwei Düsen. In der einen wird Wasser durch Druckluft zerstäubt, dabei bilden sich Kristallisationskeime für Schneeflocken. Die Wassertropfen aus der anderen Düse verbinden sich damit und fallen als Schneeflocken zu Boden.
Das Gerät kommt ohne chemische Zusätze aus, benötigt aber kalte Außentemperaturen, mindestens null Grad. Wie der Tourismusmanager betont, ist der Wasser- und Stromverbrauch sehr gering: "Wir haben Wert auf Umweltverträglichkeit gelegt." Die Wis wird das Gerät bei Bedarf selbst einsetzen, es aber auch - gegen Mietzahlung - den Werbegemeinschaften zur Verfügung stellen.
Die Anregung für die Anschaffung kam aus der Kaufmannschaft: von Reiner Janke. Der Chef der Dredner Bank in Lebenstedt leitet den Arbeitskreis Weihnachten der Werbegemeinschaft City-Lebenstedt. Er sagt: "Schnee und Weihnachten gehören zusammen." Das Leihen einer Schneemaschine sei so teuer, dass der Kauf sich schnell rentieren werde, hat er recherchiert.
Nun hoffen die Kaufleute, dass es pünktlich zum Weihnachtsmarkt in Lebenstedt Ende November wenn schon nicht schneit, so doch friert - damit das Gerät arbeiten kann. Janke: "Dann werden wir alles weiß machen." Wenn es zu mild sein sollte, will die Werbegemeinschaft im Januar eine Apres-Ski-Jause oder Ähnliches anbieten. Janke: "Wir werden spontan reagieren."

