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Pilotprojekt-Abschluss spätestens Ende Mai

"Die T-Com ist äußert daran interessiert, möglichst bald eine wirtschaftlich vertretbare T-DSL Versorgung auch in Gebieten mit glasfaser-basierten Netzen anzubieten."

So lautet der Kernsatz eines Antwortschreibens von Achim Berg, Mitglied des Bereichsvorstandes T-Com für Marketing und Vertrieb, an Oberbürgermeister Helmut Knebel, der im Interesse der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Salzgitter schon Anfang November um Informationen über die DSL-Situation gebeten hatte.

Nach heutigem Stand der Technik, so Berg, wäre die Ausrüstung mit T-DSL grundsätzlich möglich, doch seien es wirtschaftliche wie technische Aspekte, die diese Investition in Salzgitter bis heute verhinderten. Zwar habe sich T-Com zwischenzeitlich entschlossen, trotz der vorhersehbar negativen Ertragssituation für T-DSL Anschlüsse bei Vorliegen von Netzinfrastrukturen auf ISIS-Glasfaserbasis die dafür nötige Technologie der Outdoor-DSLAM bei den Systemherstellern einkaufen und zu implementieren, doch verbiete sich aufgrund der voraussichtlich exorbitant hohen Investitionskosten von mehreren Hundert Millionen Euro ein flächendeckender Einsatz.

Ob auch in Salzgitter ein Einsatz von Outdoor-DSLAM unter betriebswirtschaftlich vertretbaren Bedingungen möglich sein werde, fährt Berg fort, könne erst nach Abschluss eines Pilotprojektes bei T-Com bis spätestens Mai 2005 beurteilt werden. Die entsprechenden Wirtschaftlichkeitsrechnungen würden alsbald nach Vorliegen verlässlicher Daten erstellt und überprüft.

Das Bereichsvorstandsmitglied stellt noch einmal klar, dass T-Com für Gewerbetreibende "sehr wohl alternative Lösungen anbietet". Speziell für größere Firmen in den mit T-DSL unversorgten Bereiche offeriere das Unternehmen unter anderem die Produktlinie Company-Connect, die auf einer anderen Technik produziert werde und daher flächendeckend verfügbar sei. Eine telefonische Beratung sei über die kostenlose Service-Rufnummer 0800/3305400 möglich.

Oberbürgermeister Knebel wertet die Argumentation der T-Com "als grundsätzlich nachvollziehbar". Allerdings werde er aufgrund seiner Kontakte in die Wirtschaft die Versorgung der lokalen Unternehmen mit einem leistungsstarken Telekommunikationsnetz weiterverfolgen. Der Abschluss des Pilotprojektes bei der T-Com bleibe abzuwarten, gleichwohl habe Salzgitter als zweitgrößter Industriestandort Niedersachsens darauf zu achten, dass er auch unter dem Faktor Telekommunikation wettbewerbsfähig bleibe.



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