Hillenholzknoten wieder freigegeben
Kern des Projekts war die neugeschaffene Brückenführung. Diese wird eine planfreie Querung der Nord-Süd-Straße (Verkehrsanteil über 80 Prozent) über die Straße "Am Hillenholz" (Brückenbauwerk Mi 9) mit Anschluß an die Industriestraße Mitte Richtung A 39 schafffen. Außerdem wird hierdurch die Verbindung zwischen den großen Stadtteilen Salzgitter-Bad und -Lebenstedt erheblich verbessert, die Stadtteile Salder und Gebhardshagen verkehrlich entlastet.
Mit einem Kostenaufwand von insgesamt 2,2 Millionen Euro, wovon bis zu 75 Prozent mit GVFG-Mitteln gefördert werden, entstand die neue Hillenholzkreuzung. Allein das 44 Meter lange und sechs Meter hohe Brücken-Bauwerk kostete 940.000 Euro.
Ereigneten sich am Hillenholzknoten jährlich stets zwischen 10 und 20 teilweise tödlich verlaufene Karambolagen, gehört Salzgitters Unfallschwerpunkt Nummer eins nunmehr endgültig der Vergangenheit an.
Tiefbauamtsleiter Hartmut Friebel begrüßte die zahlreichen geladenen Gäste und unterstrich in seiner Rede besonders die schnelle Inbetriebnahme der Kreuzung nach nur 15-monatiger Bauzeit. Das Projekt wurde außerdem noch von der Oldenburger Firma Fritz Spieker übernommen, nachdem der örtliche Bauunternehmer Heinemann & Busse Insolvenz anmelden musste. Allen beteiligten Baufirmen und Ingenieurbüros sowie dem Ministerium für Wirtschaft und Verkehr, der Bezirksregierung und den Mitarbeitern seines Amts dankte Friebel für die Ausführung dieses "spannendsten Bauprojekts der letzten Jahre in Salzgitter".
Oberbürgermeister Helmut Knebel betonte, dass für den drittgrößten Industriestandort Niedersachsens mit seinen zahlreichen Arbeitnehmern aus der gesamten Region eine intakte Infrastruktur von entscheidender Bedeutung sei. Dazu gehöre auch eine schnelle und sichere Anbindung an alle wichtigen Verkehrswege. "Mit diesem Neubau hat Salzgitter dem Wunsch vieler Beschäftigter entsprochen", war sich Knebel sicher.

