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Projektpartner: Technische Universität Braunschweig
Die Abteilung Controlling und Unternehmensrechnung (Prof. Dr. Burckhard Huch) des Instituts für Wirtschaftswissenschaften der TU Braunschweig führt seit 1997 wiederholt verschiedene Forschungsprojekte zur Verwaltungsreform im öffentlichen Sektor durch.
- Mit Finanzierung durch die Richard Borek Stiftung wurde von 1997 bis 1999 bei der Stadt Braunschweig die Kostenrechnung konzeptionell unterstützt.
- Von 1999 bis 2002 wurde in Zusammenarbeit mit dem Land Niedersachsen (NLBV Aurich und OLG Oldenburg), KPMG Prüfungs- und Beratungsgesellschaft für den Öffentlichen Sektor, NORD/LB, dem Landkreis Gifhorn sowie den Städten Braunschweig, Goslar und Lüneburg ein Verbundprojekt durchgeführt, um über ein Benchmarking von Leistungsprozessen am Beispiel des Personalwesens diese Leistungsprozesse in der öffentlichen Verwaltung zu optimieren.
- Seit 2002 wird in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Innenministerium eine Evaluation des Pilotprojekts "Wirkungsorientiertes Polizei-Management" durchgeführt, um die Effizienz von zielorientierter Führung mit Kosten- und Leistungsrechnung bei der Polizei Niedersachsen zu untersuchen.
- Seit 1998 findet jährlich in Braunschweig ein Workshop "Verwaltungsreform aktuell" statt, bei dem regelmäßig ca. 120 Teilnehmer aus der Region insbesondere betriebswirtschaftliche Entwicklungen mit Relevanz für die Reform des öffentlichen Sektors diskutieren.
Aus diesen Projekten heraus entstand die Idee zu dem Verbundprojekt:
"Kaufmännische Rechnungslegung am Beispiel einer niedersächsischen Großstadt"
Die Stadt Salzgitter wird im Rahmen ihrer Aktivitäten zur Verwaltungsmodernisierung das städtische Haushalts- und Rechnungswesen von der Kameralistik auf die kaufmännische doppelte Buchführung (Doppik) mit Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz sowie ergänzender Finanzrechnung umstellen und mit einer Kosten- und Leistungsrechnung verbinden.
Salzgitter wird in Absprache mit dem Niedersächsischen Innenministerium zur Doppik-Modellstadt in Niedersachsen. Die Ergebnisse werden - unter Einbeziehung weiterer Modellprojekte in anderen Bundesländern - in einen Entwurf neuer Rechtsvorschriften für Niedersachen münden, die ab 2005 Gesetzeskraft erlangen sollen.
Aus wissenschaftlicher und dabei zugleich praxis-orientierter Sicht sind hier konzeptionell verschiedene Arbeiten zu erbringen, die für eine praxis-orientierte betriebswirtschaftliche Forschung im öffentlichen Sektor - und dabei insbesondere in Zusammenarbeit mit WIBERA Wirtschaftsberatung AG - von "besonderem Reiz" sind:
- Konzeption und Vernetzung der unterschiedlichen Rechnungskreise wie:
Bilanz (Wie hoch ist das Reinvermögen nach Schulden - wenn überhaupt etwas übrigbleibt?)
Gewinn- und Verlustrechnung (Welcher Gewinn oder Verlust wurde erwirtschaftet?)
Finanzrechnung (Wie hoch ist die Neuverschuldung nach Gewinn/Verlust, Investitionen und Tilgungen?)
Kosten- und Leistungsrechnung (Was kostet eine kommunale Leistung?) - Konzeption von Kontenplänen für doppelte Buchhaltung
- Konzeption und Erstellung einer Eröffnungsbilanz mit Erfassung und Bewertung von
gebundenem (Straßen) oder verfügbarem (Gebäude) Vermögen
von Verpflichtungen aus unterschiedlichen Zwecken wie Reparaturen und Unterhalt, Pensionen usw. - Konzeption einer Kosten- und Leistungsrechnung mit - Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung - Produktkatalog als Kalkulationsgrundlage
- Konzeption der DV-Unterstützung mit Auswahl von Software
- Konzeption von Berichtswesen
- Konzeption von Schulungen
